Wichtiges Signal für den Wiederaufbau

Mustafa Tigli

Sieben Wochen nach der Flutkatastrophe hat die Bundeskanzlerin erneut besonders vom Hochwasser betroffenen Regionen in Nordrhein-Westfalen besucht. Gemeinsam mit Ministerpräsident Laschet sprach sie mit Feuerwehrleuten und Betroffenen. Merkel sagte weitere Unterstützung beim Wiederaufbau zu.

Bundeskanzlerin Merkel betonte bei ihrem erneuten Besuch in den besonders vom Juli-Hochwasser betroffenen Gebieten Nordrhein-Westfalens, dass dieser auch als Signal für die Zukunft zu verstehen sei. „Denn die Wiederaufbauarbeit wird noch lange dauern.“ Sie sei aber zuversichtlich, da bei den Menschen vor Ort die „Festigkeit und der Zusammenhalt“ besonders wohltuend sind.

„Das Ehrenamt weiterhin betreiben“

In der Gemeinde Schalksmühle traf sich die Bundeskanzlerin mit den Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr. In der Hochwassernacht waren zwei Kollegen der Feuerwehrleute im Einsatz ums Leben gekommen. Über dieses tragische Schicksal, dessen Verarbeitung sowie die bleibenden Eindrücke der Tage des Hochwassers sprach die Bundeskanzlerin mit den Feuerwehmännern. Merkel war tief beeindruckt von der tiefen Überzeugung, dieses wichtige „Ehrenamt weiterhin zu betreiben“, trotz dieses tragischen Unglücks bei der Rettung von Menschenleben.

Wichtiger Hoffnungsschimmer

Ein wichtiger Bestandteil ihres Besuches in Nordrhein-Westfalen thematisierte den Wiederaufbau der besonders vom Unwetter betroffenen Gebiete. Die Bundeskanzlerin besichtigte gemeinsam mit Ministerpräsident Laschet in Hagen eine vom Hochwasser sehr schwer beschädigte Brücke, die bereits wieder zu 85 Prozent aufgebaut ist und in wenigen Tagen für den Verkehr freigegeben werden kann. Merkel nannte dies einen wichtigen „Hoffnungsschimmer“ für die Menschen und die Region, erinnerte aber auch daran, dass andere Dinge noch länger dauern werden.

Gemeinsam Wiederaufbau beschleunigen

Die Bundeskanzlerin nahm auch an einer Kommunalkonferenz zum Wiederaufbau in Hagen teil. Das Geld des insgesamt 30 Milliarden Euro umfassenden Fluthilfefonds solle schnell und zielgerichtet zur Anwendung kommen. Hier sah Merkel die Lokalpolitik im Vorteil, gleichzeitig auch in der Pflicht, denn: „die Menschen vor Ort, die Verantwortlichen, die Bürgermeister und Landräte, wissen natürlich sehr viel besser“, wo schnelle Hilfe notwendig sei. Die Bundeskanzlerin ermunterte die Handelnden auch, sich bei Problemen oder Fragen umgehend an die zuständigen Behörden zu wenden, „damit sich keine Frustration anstaut, sondern dass Bund, Land und Kommunen gemeinsam in einer Linie arbeiten.“

Quelle: Bundesregierung.

Bundeskanzlerin Angela Merkel spricht während eines Besuchs in Hagen bei einer HOchwasserkonferenz..

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